Allgemein, Firmensteuern, STAF/SV17 (STAF = Steuerreform & AHV-Finanzierung), Steuervorlage 2017 (SV17)

451. Problematische steuerliche Abschreibungen von Grundstücken. By Michael Leysinger, LL.M. Taxation(FH); dipl. Steuerexperte. SV17, STAF.

(23.12.2018) Bei der Bilanzierung von Grundstücken (Land, Gebäude etc.) stellt sich oft die Frage, welches die Untergrenze des Vermögenswertes sein kann bzw. soll.

Steuerlich gesehen werden nur solche Abschreibungen als erfolgsmindernd qualifiziert, wenn diese Untergrenze nicht unterschritten wird.

Ein Abschreibung auf den „Erinnerungsfranken“ (CHF1) wird beispielsweise bei Grundstücken, die nur noch Land beinhalten, kaum möglich sein. Der Nachweis, dass dieses Land „wertlos“ ist, wird wohl kaum zu erbringen sein.

Bei überbauten Grundstücken kann sich ein anderes Bild zeigen. So können für eine nicht mehr verwendbare Immobilie die Abriss und Verwertungskosten (Stichwort: Umweltschutz) höher sein als der Verkehrswert. Eine Abschreibung auf den Erinnerungsfranken drängt sich in diesem Fall auf und bildet demzufolge die handelsrechtliche und demzufolge auch die steuerliche Untergrenze.

Im Bundesgerichtsurteil 2C_330/2017 wird aber darauf aufmerksam gemacht, dass „nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei überbauten Grundstücken und gemeinsamer Aktivierung von Land und Gebäude der Buchwert unter dem Steuerwert bzw. Verkehrswert des Landes nach Abbruch der Gebäude zu liegen kommt“.

Allerdings soll der Grundsatz, dass Land keiner Altersentwertung unterliegt, weiterhin berücksichtigt werden.

Wie das praktisch geschehen soll wird allerdings -zu Recht – offengelassen.