Allgemein, Firmensteuern, MWST, Persönliche Steuern, STAF/SV17 (STAF = Steuerreform & AHV-Finanzierung), Steuervorlage 2017 (SV17)

444. Update zur Blockchaintechnologie. By Michael Leysinger, LL.M. International Tax Law(UZH), LL.M. Taxation(FH), LL.M VAT/MWST (FH). SV17, STAF.

(16.12.2018) In früheren Blogs (vgl. Nr. 296, 281, 266, 254, 251, 247, 243, 190, 182 …) habe ich mich mit der Blockchain – Technologie (BT) auseinandergesetzt.

Dabei habe ich im Wesentlichen darauf hingewiesen, dass BT unsere Wirtschaftsstruktur „auf den Kopf stellen wird“ indem Geschäftsabläufe, Dokumentationen, Vertragswesen etc. vollständig anders gestaltet werden können.

Ferner habe ich eingehend davor gewarnt, dass die  BT nicht mit „Kryptowährungen“ verwechselt werden darf.

Die BT regelt Prozesse (Beispiel Grundbucheintragungen, Handelsregister etc.) währenddem die Kryptowährungen (Bitcoin & Co) eine höchst betrugsanfällige Sache ist, von der man zumindest zur Zeit noch dringend Abstand nehmen sollte.

All das war in der gestrigen NZZ (15.12.2018, S. 11 und 13) zu lesen. Allerdings verlässt die Leserin, der Leser diese Lektüre mit gemischten Gefühlen. Einerseits wird die Technologie zu Recht hochgejubelt (Bundesrat Maurer: „Das wird unsere Leben massiv verändern“); andererseits wird von „Ersten Dämpfer„, „Rückschlägen„, „Betrug“ etc. gesprochen.

Letzteres betrifft allerdings nicht die Blockchaintechnologie an sich (die bringt im Gegenteil mehr Transparenz und damit grössere Sicherheit) sondern ausschliesslich die Kryptowährungen Bitcoin & Co.

Ein praktisches Beispiel wird dann von den Autoren Ritter und Schnidrig auf S. 40 gezeigt. Unter dem Titel „Blockchain – bald ein realistisches Szenario am Kunstmarkt?“ wird anhand von Beispielen gezeigt, wie dass der Kunstmarkt künftig mit der BT sicherer und transparenter abgewickelt werden könnte.

Ob allerdings gerade in diesem Markt überhaupt Transparenz erwünscht ist, wird dort ebenfalls in Frage gestellt!