Allgemein, Firmensteuern, Persönliche Steuern, STAF/SV17 (STAF = Steuerreform & AHV-Finanzierung), Steuervorlage 2017 (SV17)

342. STAF/SV17: Erhöhung der Teilbesteuerung von Dividenden? By Michael Leysinger, LL.M. Taxation, dipl. Steuerexperte.

(05.09.2018) Richtigerweise müsste der Titel dieses Beitrages wie folgt ergänzt werden: „Erhöhung/Verminderung (?) der Teilbesteuerung von Dividenden aus Beteiligungen von mindestens 10%„?

Diese Fragen stellen sich, weil die Steuersätze für Unternehmen „dramatisch“ (bis um 50%) gesenkt werden (sollen). Ziel ist, dass die Schweiz ein attraktiver Standort für (vom Ausland beherrschte) Unternehmen wird bzw. bleibt.

Nun wäre es ja naiv zu glauben, dass „der Fiskus“ uns Steuerzahler ganz einfach diese „dramatischen Steuersenkungen“ schenkt. Nein, im Gegenteil: für die letzten Glieder der steuerlichen Nahrungskette (Dividendenempfänger) soll Schmalhans nach wie vor Küchenmeister bleiben  bzw. werden.

Die Reduktionen der Bemessungsgrundlage bzw. des Steuersatzes für qualifizierte Dividenden (Anteil 10% +)  sollen nämlich vermindert werden. Das hat zur Folge, dass die Aktionärinnen bzw. Aktionäre bzw. Gesellschafterinnen und Gesellschafter (vor allem KMU’s!!) stärker belastet werden.

Mit dieser Strategie möchten Bund, Kantone, Gemeinden und Kirchen sich bezüglich der zur erwartenden STAF – Mindereinnahmen schadlos halten.

Das war ja zu erwarten. Die etatistischen Fiskalisten haben nämlich BR Merz nie verziehen, dass er damals vor Rund 10 Jahren – und das noch mitten in der Finanzkrise! – diese Teilbesteuerung „durchgebracht“ hatte.

Bereits in dem vom Volk verworfenen Projekt USR III hat man vergebens versucht, diese Merzreform zu bodigen. Auch die Fundamentalopposition von EWS brachte nichts.

Das alles ging also schief. Mal sehen ob es „besser“ geht mit STAF/SV17; ich bin da nicht so sicher.