Allgemein, MWST, STAF/SV17 (STAF = Steuerreform & AHV-Finanzierung)

336. McDo langt zu; die haben es ja auch nötig! By Michael Leysinger, LL.M. International VAT/MWST(FH). STAF Steuerreform & AHV – Finanzierung.

(30.08.2018) Es geht hier um einen „komischen“ Fall, den ich eigentlich schon lange einmal hätte bringen wollen. Gestern war es dann soweit.  Ich war an einem hochprofilierten Mehrwertsteuerseminar und einer der Hauptreferenten kommend aus der Mehrwertsteuerverwaltung erzählte die von mir schon viele Male erlebte Geschichte.

Es geht um die Burger Bude McDonald – ein Nachbar von mir. Wenn ich Hunger habe gehe ich gelegentlich dorthin und kaufe mir ein McDo – Meal bestehend aus einem Burger, Frites, einem Dessert und…Salat mag ich nicht.

Beim Auschecken wird in knorrigen Ton die Frage gestellt: „Essen Sie das hier?“ was ich verneine (ich wohne ja im gleichen Haus und verspeise meinen Burger gerne zuhause). Der Kassenzettel zeigt fälschlicherweise  eine Mehrwertsteuer von 7.7% (Normalsatz) statt 2.5% (reduzierte Satz) (MWSTG II  Ziff. 2). Der Endbetrag beträgt CHF 10.00

Ein Andermal habe ich verkündet, dass ich gedenke, den Hamburger im Lokal zu verspeisen.  Erstaunliche Erfahrung: auch hier kostet es CHF 10.00. Ein Blick auf den Kassenzettel zeigt, dass der Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung Mehrwertsteuer richtigerweise 7.7% Mehrwertsteuer abgeliefert werden.

Fazit: McDo hat beim Hausverzehr 52 Rappen Zusatzprofit gemacht (77 Rappen – 25 Rappen = 52 Rappen).

Einer der Referenten der Eidg. Steuerverwaltung sagte uns (auf diesen Fall bezogen): „Die Frage, ob ich die Mahlzeit zum Mitnehmen wolle, beantworte ich mit nein,“ fügt dann aber dazu „sie können sie aber gleichwohl einpacken„.

So wird verhindert, dass McDo nicht 25 Rappen sondern 77 Rappen MWST abliefern muss…..Der Referent zahlt aber so oder so seine 10 Franken. Seine Arbeitgeberin (ESTV) wird ihm aber sicher danken…….!