Allgemein, Firmensteuern, MWST, Persönliche Steuern, STAF/SV17 (STAF = Steuerreform & AHV-Finanzierung), Steuervorlage 2017 (SV17)

332. Reduzierte MWST – Sätze für elektronische Zeitungen, Zeitschriften, E-Bücher. By Michael Leysinger, LL.M. International VAT/MWST(FH). STAF-Steuerreform / SV17.

Lies das Gesetz

(26.08.2018) Seit jeher galt für Bücher und Zeitschriften der reduzierte Mehrwertsteuersatz (2.5%).

Nicht „seit jeher“ gibt es nun aber elektronische Zeitungen, Zeitschriften und E-Bücher (nachfolgend „eZ“). Diese wurden bis zum 31. Dezember 2017 nicht mit dem für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher vorgesehenen „reduzierten Steuersatz“ (2.5%) besteuert sondern mit dem „Normalsatz“ (7.7%).

Auch der Sondersatz für Beherbergungsleistungen (3.7%) kam aus nahestehenden Gründen nicht zur Anwendung.

Doch ab 1. Januar 2018 wurden die eZ mehrwertsteuerrechtlich ihren auf Papier gedruckten Vettern gleichgestellt: elektronische Zeitungen, Zeitschriften, Bücher (alle ohne Reklamecharakter!) werden jetzt zum reduzierten Satz von 2.5% besteuert.

Bei der Definition von Zeitungen und Zeitschriften gibt es offensichtlich keine Abgrenzungsproblem (zur Reklame, beispielsweise).

Wohl aber bei den E-Bücher: hier ist die Grenzziehung zwischen Buch und Datenbank heikel. Abgeltungen von Leistungen einer Datenbank, nämlich, müssten mit dem Normalsatz (7.7%)  statt mit dem reduzierten Satz (2.5%) abgerechnet werden.

Für den  mehrwertsteuerpflichtigen „User“ ist das nicht so dramatisch: er kann sich mit dem Vorsteuerabzug schadlos halten. Für die anderen (Buchleser oder Datenbanknutzer?) jedoch ist die mehrwertsteuerrechtliche Qualifikation nicht so ganz einfach.

Das führt zu meiner üblichen Mantra: Vereinfachung, Vereinfachung und nochmals: Vereinfachung!