Allgemein, Firmensteuern, Persönliche Steuern, Steuervorlage 2017 (SV17)

282. „Eigenprovisionen“ sind abzugsfähig. By Michael Leysinger, dipl. Steuerexperte; SV17.

(08.07.2018) Die Mäklerprovision (MP) – also das Geld, dass ein Veräusserer einer Liegenschaft dem Vermittler bezahlt – ist grundsätzlich steuerlich wirksam absetzbar.

Die Frage stellt sich insbesondere dann nicht, wenn die MP an eine fremde Drittperson bezahlt wird.

Wenn aber die MP an eine der Verkäuferin nahestehenden Person bezahlt wird (z.B. an den Ehemann der Eigentümerin), dann wird gründlich nachgeprüft, ob diese Entschädigung einem Drittvergleich standhält (hätte man also einer fremden Person entsprechenden gleichviel bezahlt).

In einem BS – Fall wurde ein solcher Tatbestand vor dem BS Verwaltungsgericht (VD.2017.163) beurteilt.

Der Sachverhalt: für die Vermittlung einer Liegenschaft wurde an eine nahestehende Person eine MP von 3.68% des Verkaufspreises bezahlt. Das Gericht beurteilte die Höhe dieser MP als „nicht unangemessen„. Oder anders ausgedrückt: eine fremder Dritter hätte gleichviel erhalten.

Bevor man an die Auszahlung solcher Eigenprovisionen denkt, muss man sich überlegen, ob sich das überhaupt lohnt. Denn wenn der Steuersatz bei der Grundstückgewinnsteuer tiefer liegt (z.B. wegen des Besitzesdauerabzuges), so tut man gut daran, auf die Zahlung einer Maklerprovision zu verzichten.