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254. Blockchain: Das Geschäftsmodell der Banken wankt! (IV/VIII) By Michael Leysinger, dipl. Wirtschaftsprüfer et dipl. Steuerexperte. SV17.

(10.06.2018) Das Geschäftsmodell der Banken wird sich in den nächsten Jahren stark verändern; auch Disruptionen sind möglich.

Die Blockchain – Technik (vgl. auch Blogs Nr. 243, 247, 251) ermöglicht, dass viele Transaktionen, die bisher durch die Banken durchgeführt wurde, nun direkt – also „peer to peer“ – zwischen den Akteuren abgewickelt werden können.

Ein Beispiel: Hans kauft von Erika ein Auto für BTC10.000. Das Geld wird mittels  Blockchain von Hans an Erika übertragen.

Erika hat nun ein Guthaben in Form einer Kryptowährung (eben BTC (Bitcoin)). Aus dem „Ledger“ (eine Art „Journal“) geht hervor, dass Erika die Eigentümerin ist und dass der vorherige Eigentümer Hans war.

Das ist eine typische Transaktion aus dem geschäftlichen Alltag. Absolut transparent und gleichzeitig effizient.

Wir merken: eine „Bank“ ist dazu nicht (mehr) notwendig; die Bankdienstleistung „Zahlungsverkehr“ wird damit obsolet.

Auch andere Bankdienstleistungen werden durch die Blockchaintechnik entfallen und demzufolge von den Banken nicht mehr  angeboten werden; ich denke da beispielsweise an Darlehensvergabe, Finanzierungen, Anleihen, Wertschriftengeschäfte etc.

Die Blockchaintechnik wird allerdings nie die Finanzberatung ersetzen; hier müssten allerdings „die Banken“ besser, viel besser werden. Voraussetzung dazu ist die massive Verbesserung der zurzeit miserablen Reputation (Gier, Boni, PV et al. etc.).

Da gibt es – so scheint mir – wohl noch vieles zu tun.