MWST, Steuervorlage 2017 (SV17)

208. Heim ins Reich: die „Margenbesteuerung und Abzug der fiktiven Vorsteuer“ ist wieder da, Hurrah!; by Michael Leysinger, LL.M. International VAT/MWST(FH); SV17.

(25.04.2018) Vorerst ein Dankeschön an  Meine beiden Kollegen, Adrian Wyss und German Boschung, beides gestandene VAT – Experten, haben unter Koordination mit Frau Petra Schmutz vom WEKA – Verlag (Newsletter 4, April 2018) einen sehr weiterführenden Aufsatz über diese Angelegenheit zu schreiben.

Ich werde aus Platzgründen nur eine Zusammenfassung schreiben können. Spezialisten unter ihnen, welche sich mit diesem Thema befassen möchten oder müssen wenden sich wohl am besten an den WEKA – Verlag: www.weka.ch; Koordinationsperson ist, wie gesagt, Frau Petra Schmutz. Für solche Interessenten empfehle ich die vom WEKA – Verlag herausgegebene „Mehrwertsteuer – Newsletter“ zu abonnieren.  Nur damit alles klar ist: ich habe keinerlei Interessen am WEKA – Verlag und kenne auch keine Personen die dort arbeiten bzw. das Unternehmen besitzen.

Ich möchte nicht auf die leide Vorgeschichte der „Margenbesteuerung“ eingehen; aber gewisse VAT – Hasen wissen, dass sie sie schon einmal gegeben hat – abgeschafft wurde – und dass man sich praxisgetrieben eines besseren besonnen hat – und sie demzufolge auf den 1. Januar 2018 wiedereingeführt hat.

Der Grund der Abschaffung    – so wurde von den Behörden kommuniziert -war ein angeblicher  Missbrauch (Hotel Dolder – Bilder?)!

Seit 1. Januar 2012 gelten also wieder die „frühgeschichtlichen Regelungen“ bezüglich der  „Margenbesteuerung mit fiktivem Abzug der Vorsteuer“.

Dazu ein Beispiel: Sie sind mehrwertsteuerpflichtig und kaufen für geschäftliche Zwecke vom nicht mehrwertsteuerpflichtigen Hans Fräser einen BMW xyz i für 20.000 Franken. Hans Fräser darf keine MWST überwälzen, da er nicht mehrwertsteuerpflichtig ist. Sie aber schon. Diese Sache wird in MWSTG 28a II geregelt. Rechnungsmässig sieht das so aus: die Hans Fräser bezahlten CHF 20k sind 107.7%; 7.7% sind demnach:   CHF20.000/107.7×7.7 = CHF 1429.90. Dieser Betrag kann als (fiktiver! man muss sich das Wort im Munde zergehen lassen; Steuern/fiktiv!!!) Vorsteuerabzug geltend gemacht werden.

(forts. Morgen!).