Allgemein, Firmensteuern, Steuervorlage 2017 (SV17)

165. Ein erfreulicher Fall. By Michael Leysinger, dipl. Steuerexperte; LL.M. Taxation (FH); SV17

(13.03.2018 II) Ein erfreulicher Fall fürwahr. Meine sehr qualifizierten und geschätzten Kollegen, RA Marcus Desax und lic. iur. Maurus Winzap  die diesen Fall begleitet haben, haben den betroffenen Steuerpflichtigen fürwahr eine tolle Leistung erbracht. Und das Gleiche auch für die anderen Steuerpflichtigen.

Im Rahmen diese Blogs musste ich den Sachverhalt kürzen und auch die Erwägungen des Verwaltungsgerichts St. Gallen einschränken. Alle die sich noch weiter in diese Materie vertiefen wollen, können sich den Entscheid des Verwaltungsgerichtes St. Gallen vom 29. Juni 2017 zu Gemüte führen; Er ist erschienen in StE B24.4 Nr. 88.

Zu erwarten ist, dass aus unbelasteter steuerlicher Sicht, dass alle drei Stämme mit unterschiedlichen Dividenenanteilen (ungleiche Dividendenphilosophien) steuerlich gleich behandelt werden; das hat das St. Gallergericht  mit Mut und Bravour getan. Respekt! Denn: trotz gemeinsamer Philosophie gab es halt doch noch Unterschiede.

Diejenigen, die eigentlich nur die wichtigsten Überlegungen des Bundesgericht nachvollziehen, mögen das(Bundesgerichtsurteil) weiterlesen. Die Spezialitäten werden erst nachfolgend gezeigt (sind im Bgr. natürlich auch erwähnt).

Au der St. Galler Version ist ersichtlich: Die zuständige  Behörde wollte – wenn ich es richtig verstanden habe- für den Aktionär C ein den Anteil an der Dividendenausschüttung privilegiert wie die anderen un der Rest voll besteuert haben (das sei Lohn und nicht Dividende).

Das wäre für den Aktionär C ein Nachteil (keine Teilbesteuerung).

Die von Anfang an beim Gegner angenommmen Steuerumgeheung (das heilige Gral  aller Leute die auf diese Wege eine Gesetzesbestimmung neutralisieren möchten) bedienen sich gerne diese Instrumentes. Dem war aber nicht so:  Nicht jeder Aktionär muss bei gleicher Beteiligung eine gleich hohe Dividende erhalten.

Zusammenfassend kann man daraus lernen, dass eine asymmetrische Dividende ohne weiteres auch beim Betreilungsertrag eine privilegierte Besteuerung (lies: Teilbesteuerung)  erhält. Eine „Symmetrierung“ durch Um Qualifikation in Lohn wurde vom Gericht abgewiesen.