Allgemein, Firmensteuern, Persönliche Steuern, Steuervorlage 2017 (SV17)

147. Eine neue OECD-Warnung! By Michael Leysinger, LL.M. International Tax Law(UZH), dipl. Steuerexperte. SV17

(24.02.2018) Der vor 4 Tagen publizierte Blog betreffend CIP (vgl. Nr. 143: AIA – Es gibt auch Schattenseiten (CIP)) hat ein „Brüderchen“ bekommen, nämlich den CIS (Citizenship-by-Investment Schemes).

Beim CIP musste man ein „Programm“ nachweisen beim CIP reicht schon ein „Scheme“. Der – wahrscheinlich unbedeutende – Unterschied braucht hier nicht weiter analysiert werden. Wichtig ist die Gemeinsamkeit: für beide Konstrukte wird dem Investor eine „Staatsangehörigkeit“ gewährt, die einen Wohnsitz begründet.

Oder mit anderen Worten: dem CIS-Investor wird die Staatsangehörigkeit und (neben dem ersten einen zweiten) Wohnsitz gewährt. Die sich daraus ergebenden Folgen bezüglich der Anwendung des „Common Reporting Standard“ (CRS) wurden in Blog Nr. 143 ausführlich geschildert.

Die AIA – Meldung wird in solchen Fällen vermutlich an den „CIS – Staat“ (statt an den „richtigen“ Wohnsitzstaat) gesandt – was natürlich für den „Investor“ nicht von Bedeutung ist, denn hier wird ja ohnehin die Besteuerung „kein Thema“ sein.

Die OECD wird wahrscheinlich nach dem Ende der Vernehmlassung (bis zum 19. März 2018) eine „Empfehlung“ abgeben, wahrscheinlich darüber, wohin dass die Meldung eigentlich gehen sollte….

Pro memoria: CIS – Staaten sind (u.a.) USA, UK, Frankreich, Ungarn, Portugal, Spanien, Zypern, Malta, Australien etc.

Auch hier: Affaire à suivre de très près!